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FÜR BEWERBER |

Vor der Geburt


Besonderheiten und Risiken

Betreuung von kindlichen Wachstumsverzögerungen

Wenn das Baby im Bauch zu langsam wächst

Der Schwangerschaftstest war positiv, nun muss das Baby nur noch wachsen. In der Regel geschieht das ganz automatisch, manchmal aber kommt es dabei zu Verzögerungen. Das muss nicht immer Grund zur Sorge sein, sollte aber genau beobachtet werden. Dafür sorgen wir im PNZ mit unserem interdisziplinären Team.

Grundsätzlich kümmert sich Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt während der Schwangerschaft um Sie und Ihr Kind. Fällt bei einer Ultraschalluntersuchung auf, dass das Gewicht Ihres Kindes von den für diese Schwangerschaftswoche üblichen Normwerten abweicht, schickt er sie möglicherweise mit einer Überweisung zu uns in die Klinik. Mit Kompetenz und Herz versuchen wir herauszufinden, was die Ursache für das geringere Wachstum ist und suchen nach Möglichkeiten, diesem entgegen zu wirken.

Kindliche Wachstumsverzögerungen kommen bei ca. 5 bis 8% aller Schwangerschaften vor.

Einfach nur ein bisschen klein und zierlich
SGA
 (small for gestational age) bedeutet, dass sich Ihr Kind mit seinem Wachstum unterhalb des Normbereiches befindet. Nicht immer ist dies krankhaft, in etwa der Hälfte der Fälle ist es durch genetische Einflüsse bedingt, z. B. wenn Sie als Eltern nicht so groß und eher zierlich sind. Dann besteht meist auch kein besonderes Risiko für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft.

Wenn das Baby nicht richtig wachsen kann
IUGR
 (intrauterine growth retardation) oder intrauterine Wachtumsrestriktion bedeutet, dass Ihr Kind sein Wachstumspotential nicht vollständig ausschöpfen kann. Also in der Schwangerschaftswoche, in der Sie sich befinden, größer und schwerer sein müsste, als es tatsächlich ist. Meist liegt der Grund in Funktionsstörungen des Mutterkuchens (Placenta). Es ist in diesem Fall aber sinnvoll, verschiedene Ursachen abzuklären, um Ihre Schwangerschaft möglichst optimal zu überwachen.

Wenn Ihr Frauenarzt dies wünscht, vereinbaren sie einen Termin bei uns. Wir kontrollieren gern in enger Abstimmung mit Ihrem betreuenden Frauenarzt das Wachstum und das Wohlergehen Ihres Babys. Dafür stehen uns als darauf spezialisiertes Zentrum eine Vielzahl von Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Zu diesen Untersuchungen gehört einerseits das CTG: Hier werden die Herztöne des Kindes zusammen mit möglichen Wehen der Gebärmutter aufgezeichnet. Daraus lassen sich Hinweise auf eine eventuelle Gefährdung oder Minderversorgung des Babys ableiten. Andererseits ist eine spezialisierte Ultraschalluntersuchung des Kindes und des Mutterkuchens (Plazenta) erforderlich: Dabei ist das kindliche Wachstum im zeitlichen Verlauf von Bedeutung, zusätzlich kann durch Messungen der Durchblutung von Mutterkuchen und kindlichen Gefäßen mit der sogenannten Dopplersonographie abgeschätzt werden, ob es sich hier schon um eine kritische Situation handelt oder ob noch ein abwartendes Vorgehen sinnvoll ist. Alle Ergebnisse zusammen dienen dazu, Sie individuell bestmöglich über die weiteren Schritte zu beraten. Nach Möglichkeit erfolgen die Untersuchungen und Kontrollen ambulant. In einigen Fällen kann eine stationäre Überwachung notwendig werden.

Sie haben bei uns auch die Möglichkeit, frühzeitig mit einem erfahrenen Kinderarzt der neonatologischen Intensivstation zu sprechen und all Ihre Fragen zu klären, wenn Anzeichen dafür bestehen sollten, dass Ihr Kind vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen wird. Mit unserem interdisziplinären Team aus Hebammen, Gynäkologen und Kinderärzten sorgen wir dafür, dass Sie und Ihr Baby umfassend und bestmöglich betreut sind. Nach der Geburt ist manchmal eine Behandlung Ihres Kindes auf der Neugeborenenintensiv- oder -überwachungsstation erforderlich. Bei Kindern mit zu niedrigem Geburtsgewicht müssen beispielsweise die Blutzuckerspiegel überwacht werden, um eine gefährliche Unterzuckerung frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Wir erklären Ihnen auch dann genau, was erforderlich ist und warum.

Trotzdem können die Ungewissheit und die damit verbundenen Sorgen in einer solchen Ausnahmesituation große Ängste und Verunsicherung auslösen. Daher bieten wir Ihnen auch Gespräche mit einer auf schwangere Patientinnen spezialisierten Psychologin an, wenn Sie das wünschen.

SPRECHEN SIE UNS AN

Chefarzt Geburtshilfe

Prof. Dr. med.
Volker Ragosch

(0 40) 18 18 81-1711

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Leitender Arzt Neonatologie und Intensivmedizin

Dr. med.
Axel von der Wense

(0 40) 8 89 08-212
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